Ein Bild vom Leben machen mit Auszeit Coaching

Einfach machen: Auch wenn es manchmal ein Risiko ist

Erfahrung ist, was uns weiterbringt. Auch der Volksmund weiß, „probieren geht über studieren“. Und trotzdem hören und sagen wir selbst ständig Sätze wie „Das kannst Du vergessen.“, „Das klappt sowieso nicht.“ oder „Wie soll das gehen?“ 

Manchmal ist es klug, es einfach zu tun

Da fahren wir los in den Urlaub. Nach 200 km (von fast 2.000 km) merke ich, dass ich meine Kameratasche Zuhause vergessen habe.

In Zeiten von Handykamera & Co ist das ja nicht so, dass ich gar keine Urlaubserinnerung fotografieren kann. Doch gerade in meinem Jahresurlaub durchstreife ich mit der Kamera gern die Gegend am Strand und im Innenland.

Die Post, das haben wir hier in Spanien schon oft erlebt, geht ab der deutschen Grenze oft wochenlang auf Reisen. Der Postweg fällt als Lösung für mein Dilemma also aus. 

3 Wochen bin ich in Spanien, da muss doch was gehen. 

Ich lasse mich nicht aufhalten

Mein Mann belächelt meinen Gedanken, die Kamera irgendwie nach Spanien zu holen. Auch wenn die Idee ein bißchen absurd ist, vielleicht auch dekadent – ich will meine Kamera.

Dann ist es auf einmal ganz einfach: Über eine Campinggruppe bei Facebook findet sich ein netter Mensch, der von Bonn nach Barcelona fährt. Genau an unserer Autobahnabfahrt vorbei. Es beginnt ein freundliches Hin und Her unserer Adressen und Telefonnummern. Meine Tochter packt daheim das Paket. Alles gut. Bis eine Frau kommentiert, dass sie sogar genau auf den Platz reist, auf dem wir sind. Da wird aus dem Unmöglichen ganz einfach Machbares.

Das Paket wird noch einmal neu beschriftet. Und zack reist das Paket mit meiner Kamera innerhalb Deutschlands zur direkten Mitfahrgelegenheit nach Spanien.

Anderen zu helfen macht Freude

Ein Nebeneffekt: Die Familie, die mir die Kamera in Spanien überreicht, scheint sich über die Botenfahrt genau so zu freuen wie ich mich über die Kamera. 

Es geht nicht alles was wir uns wünschen, doch oft ist es viel einfacher als zuvor gedacht. 

Ach ja, und die Sache mit dem Vertrauen: Könnte ja jemand durchbrennen mit der Kamera. Wer ist so doof und schickt einem Fremden seine gesamte Kameraausrüstung? Stimmt. Ich wäge oft ab: Wie groß wäre die Wahrscheinlichkeit, dass jemand von dem wir Namen und Adresse haben mit der Kameraausrüstung abhaut? Ok. Wir könnten jetzt ein negatives Szenario im Kopf erstellen. Ich hatte dagegen positive Gedanken. Gute Gedanken denken gehört zu einem guten Leben dazu. 

Die meisten Horrorszenarien, die wir uns im Kopf ausmalen, treffen am Ende gar nicht ein. So ist auch das Meiste, das wir im Leben „riskieren“, am Ende viel weniger aufregend als in unserer Fantasie. 

Risiko und Vertrauen gehören zusammen

Ich habe immer wieder in meinem Leben vertraut und es war immer eher ein Gewinn, als dass ich irgendwas verloren habe. 

Was wollen Sie schon lange riskieren, haben aber noch zu viele Zweifel? 

 

 

 

 

Ein kleiner Strandspaziergang? Also los!

 

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